Situation des Pflegestandorts Boppard – Neuser und Dr. Wilhelm zu Gesprächen in Pflegeeinrichtungen

Die Situation der Pflegeeinrichtungen in der Stadt Boppard und ihrem Umland haben Dr. Alexander Wilhelm, Staatssekretär im Ministerium für Gesundheit, Arbeit, Soziales und Demografie, und Niko Neuser, Kandidat für das Amt des Bürgermeisters der Stadt Boppard mit den Leitern der Pflegeeinrichtungen und Personalvertretern besprochen.  Ralf Paschold, Einrichtungsleiter des Seniorenzentrums Mühlbad, fungierte gekonnt als Gastgeber. Auch Umut Kurt, Landesvorsitzender der Jusos Rheinland-Pfalz, nahm teil. Die Seniorenhäuser Mühlbad, Belgrano und Haus Elisabeth, Pflegestützpunkt Boppard, Frau Irmgard Siemen, die Caritas Sozialstation sowie weitere ambulante Pflegedienste der Region beteiligten sich. Wie Dr. Wilhelm erläuterte, liegt es derzeit an den Tarifparteien, sich auf eine gute Bezahlung und angemessene Arbeitsbedingungen zu einigen.

Die Landesregierung unterstützt hier seit Jahren mit der Forderung nach einem bundeseinheitlichen Tarifvertrag. Rheinland-Pfalz ist mit der Aufstockung des Corona-Pflegebonus um 50 % einen wichtigen Schritt gegangen, der aber bei weitem nicht ausreichend sein kann. Dr. Alexander Wilhelm berichtete den Teilnehmern aus erster Hand von den aktuellen Planungen im Gesundheits- und Demografieministerium. In einer kurzweiligen Diskussion wurden zudem der Fachkräftemangel und Erfahrungen im Umgang mit der Pandemie in den Einrichtungen in Boppard und in der ambulanten Pflege des Umlandes thematisiert.

Vertreterinnen und Vertreter von regionalen Pflegeeinrichtungen und ambulanten Pflegediensten berichteten von ihren Erfahrungen während der ersten Welle der Pandemie. Die Gäste bedankten sich nochmals ganz herzlich bei den Pflegefachkräften für ihren engagierten Einsatz mit viel Herzblut. Es sei längst überfällig, dass diese Leistungsbereitschaft mit einem höheren Gehalt, vor allem aber besseren Arbeitsbedingungen entlohnt werde, waren sich die Beteiligten einig.

Ganz konkret wurden weitere Möglichkeiten der Vernetzung sowie der Einsatz von Ehrenamtlichen angesprochen. Der Draht ins Ministerium helfe sehr dabei, erforderliche Unterstützungen erhalten zu können. Leider vergingen anderthalb Stunden viel zu schnell und längst nicht alle Themen bzgl. des Pflegestandorts Boppard konnten ausführlich besprochen werden. Daher sind nun weitere Treffen, zunächst digital, in Vorbereitung.