Die Gruppe bei der Exkursion. Bild unten (v.l.n.r.): Forstamtsleiter Boppard, Axel Henke, Ortsvorsteher Boppard, Niko Neuser, Dr. Peter Sound, Umweltministerium Mainz, Ralf Kerber, Revierförster

Boppard. Zahlreiche Teilnehmer, darunter Natur- und Umweltschützer, Jäger, Waldbesitzer und viele weitere fanden sich auf Einladung von Niko Neuser am ehemaligen Forsthaus Buchenau ein, um gemeinsam mit Forstamtsleiter Axel Henke und Revierförster Ralf Kerber den Zustand des BopparderStadtwaldes zu erkunden. 

Informativ und kenntnisreich erläuterte Axel Henke die größten Probleme des Bopparder Stadtwaldes, dem zweitgrößten Kommunalwald in Rheinland-Pfalz. So seien 82 Prozent des deutschen Waldes derzeit geschädigt.  Dürre und Schädlingsbefall werden unseren Wald nachhaltig verändern. Der Holzmarkt ist vom sogenannten Käferholz geflutet, die Holzpreise sind im Sinkflug und quasi zum Erliegen gekommen. Auch der Forstwirtschaftsplan der Stadt Boppard ist von roten Zahlen gezeichnet. 

Die Teilnehmer diskutierten angeregt unterschiedliche Lösungsszenarien. Insbesondere die Anpflanzung klimaresistenter Arten, Erosions- und Gewässerschutz, Schädlingsbekämpfung und vieles mehr wurden erörtert. Die unterschiedlichen Nutzungsanforderungen an den Wald, der gemäß Waldgesetz von Jedermann zum Zwecke der Erholung betreten werden darf, stellen auch die Kommunalpolitik vor Herausforderungen. Die Ausweisung eines Kur- und Heilwaldes und die Traumschleifen und Wanderwege zeigen, dass Boppard auch das touristische Potential erkannt hat. Niko Neuser machte abschließend deutlich, dass es um einen besonders sensiblen und nachhaltigen Umgang mit dem Bopparder Wald gehen müsse. Diese Exkursion sollte regelmäßige Wiederholung finden, waren sich die Teilnehmer einig.